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Reisegeschichten – Entspannung im Chiemgau – ohne Wandern!

27. Mai 2022
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{Werbung – alle erwähnten Orte und Destinationen habe ich ohne Vergütung oder Gutscheine besucht.  Trotzdem kennzeichne ich es als Werbung – man weiß ja nie!  Wisster Bescheid}

Entspannung im Chiemgau – ohne zu wandern!

Ich hasse es zu wandern! Ich bin noch nie gerne gewandert und werde es wohl auch nicht mehr lieben lernen. Obwohl in meiner Familie und in meinem Umfeld viele wanderbegeisterte Menschen sind, ist es einfach nichts, was mir gut tut. Es hat lange gedauert bis ich das für mich selbst akzeptiert habe. Von all den Wanderern um mich rum fühlte ich mich wie in einer Art Gruppenzwang unter Druck gesetzt.  Alle fahren in Wander – oder Radfahrurlaube und legen Kilometer um Kilometer zurück. Für mich ist das nichts. Bei jedem Meter fallen mir 100 Sachen ein, die ich stattdessen machen könnte – lesen, Malen, nähen, Schreiben, Serien suchten, in meinem Garten arbeiten, Oldtimer fahren, etc. .

Urlaub ohne Wandern

Im letzten Jahr haben wir ( mein Herzensmann und ich) ein wunderbares Kleinod am Pelhamer See im Chiemgau entdeckt und auch dieses Jahr führt uns unser Weg wieder dorthin.  Diese Ferienwohnungen haben eine gehobene Ausstattung und liegen am wunderbar einsam gelegenen Pelhamer See. Der See ist ein kleinerer Ableger des Chiemsee es. Er ist sehr ruhig gelegen nur 10 km vom Chiemsee entfernt und man kann in dem See wunderbar baden. Es gibt keinen Bootsverkehr und es herrscht dort eine himmlische Ruhe. Ideal um die Seele ein paar Tage baumeln zu lassen – nach den sehr hektischen Wochen im Job im Frühjahr unbedingt notwendig.

Jede Wohnung hat eine Besonderheit – ein Wellnessbad, ein Bett zum rausfahren auf die Terrasse, wunderschön gestaltete Innenräume, viel Liebe zum Detail. Große Empfehlung, wenn ihr mal richtig chillen wollt.

Von hier aus kann man wunderbare Touren unternehmen – mit dem Rad, zu Fuß ( ich wandere ja nicht!) oder mit dem Auto. Wir bevorzugen letzteres.

Chiemsee entdecken

Bei schönem Wetter lohnt es 1 – 2 Tage für den Chiemsee einzuplanen – natürlich gerne auch mehr. Wir starten meist in Prien, von dort fahren auch die meisten Schiffe los – nach Herrenchiemsee oder Frauenchiemsee. Beide Inseln sind wunderschön und wurden von uns schon angefahren. Die Schifffahrt über den See ist sehr stimmungsvoll – vor allem mit dem alten Schaufelraddampfer. Da es auf den Inseln keinen Autoverkehr gibt, kann man die Seele sehr entspannt baumeln lassen und wenn man möchte auch eine Schlossbesichtigung nutzen. Das Gebäude wurde ab 1878 unter dem sogenannten Märchenkönig Ludwig II. nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles bei Paris erbaut. Ich frage mich ja jedes Mal wieviel Aufwand es wohl war die ganzen Baumaterialien auf die Insel zu schaffen mitsamt der Bauarbeiter – und das alles, weil ein „Märchenkönig“ eine verrückte Idee hatte. Ein weiterer Lieblingsort am Chiemsee ist Übersee. Dort kann man herrlich in einem kleinen Café am Seestrand sitzen und die Schiffe, Schwimmer, Angler  beobachten. Für Familien mit kleinen Kindern ist das dort ein Idyll.  Die Seele entschleunigt beim Anblick der zahlreichen weißen Segelboote und man kann sehr schön relaxen. Im nahen Strandbad ist problemlos auch schwimmen möglich – der See ist sehr sauber, da keine Motorboote fahren ( oder nur sehr eingeschränkt).

Nach Salzburg zum traditionellen Cafehaus

Immer eine Reise Wert ist Salzburg – vom Chiemsee ca. 80 km entfernt. herrlich kann man über Land fahren, muss keine Autobahnvignette kaufen. Man genießt im Cabrio die Landschaft des Chiemgau und kommt an saftigen grünen Wiesen mit vielen Kühen, Ziegen und Pferden vorbei. Es ist erstaunlich wie viele sehr große Bauernhöfe es im Chiemgau noch gibt. Viele Wildblumenfelder säumen den Weg.

Salzburg ist eine wunderschöne Stadt zum bummeln , viele tolle Geschäfte und – mein persönliches Highlight – echte österreichische Cafehäuser. Natürlich gibt es in Wien noch mehr – aber das Cafehaus Tomaselli in der Innenstadt ist ein absolutes muss. Eine Reise in die Jahrhundertwende – wenn man das Glück hat, dass nicht so viele Touristen dort sind.

Knusprige Semmerl, Kipferl und Mohnweckerl sowie hausgemachte Brioche kommen umhüllt von einer Stoffserviette im Brotkörberl auf den Tisch. Die Frühstückskarte hält alles bereit, was zu einem typischen österreichischen Frühstück gehört. Der meist besuchte Ort im Café ist der Zeitungsständer mit allen namhaften österreichischen, deutschen und internationalen Tageszeitungen.  Wer nicht liest oder leise plaudert, genießt und lässt den Blick schweifen. Kristallüster, alte Holzvertäferlungen und eine Kuchenbuffet da seinesgleichen sucht. Ein absoluter Tipp!

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